Station 01/Sechs Sorten, nicht eine·Vorschau
Station 01 · Was sich überhaupt lokal installieren lässt/Phase 1

Sechs Sorten, nicht eine

„Lokale KI" heißt fast immer „lokales Sprachmodell". Dabei sind zwei der anderen Sorten reifer, genügsamer und im Alltag oft nützlicher.

Wer „KI lokal installieren" sagt, meint in neun von zehn Fällen ein Sprachmodell: Text hinein, Text heraus. Das ist der Gegenstand dieses Kurses — und es ist ausgerechnet die Sorte, bei der der Abstand zwischen Erwartung und Wirklichkeit am größten ist.

Sechs Sorten, die lokal laufenGrößenangaben als Anhalt, nicht als Zusage
WAS SICH ÜBERHAUPT LOKAL INSTALLIEREN LÄSST — SECHS SORTENSprachmodell1–20 GBText hinein, Text heraus.Der Fall dieses Kurses.Einbettungsmodell0,1–2 GBMacht Text vergleichbar.Für eigene Suche (Kurs Wissen).Sprache → Text0,1–3 GBDiktat, Protokoll, Untertitel.Läuft schon auf einem Laptop.Text → Sprache0,5–5 GBVertonung, Ansage, Hörfassung.Eigener Kurs: Vertonung.Bild verstehen2–20 GBRechnung, Zeichnung, Foto lesen.Als Zusatz zum Sprachmodell.Bild erzeugen2–15 GBEntwürfe, Skizzen, Vorlagen.Braucht die meiste Rechenkraft.Die zwei mittleren Sorten sind die unterschätzten.Diktat und Vertonung laufen lokal seit Jahren gut, brauchen wenigMaschine und lösen echte Aufgaben — während beim Sprachmodell die Erwartung am weitesten von der Wirklichkeit entfernt ist.

Die zwei, die man übersehen sollte — und dann bereut

1

Sprache → Text: Diktat und Protokoll

Ein Modell, das gesprochene Sprache in Text verwandelt, belegt oft weniger als ein Gigabyte und läuft auf jedem halbwegs neuen Notebook schneller als in Echtzeit. Die Ergebnisse sind bei ordentlicher Aufnahme sehr gut. Und der Anwendungsfall ist ungewöhnlich sauber: Eine Besprechungsaufnahme ist genau die Sorte Unterlage, die nicht hinausgehen soll.

2

Text → Sprache: Vertonung

Dasselbe in die andere Richtung: Ansagen, Hörfassungen, Untertitel. Genügsam, ausgereift, und der Nutzen ist unmittelbar. Dafür gibt es einen eigenen Kurs (vertonung) — hier steht nur, dass es die Sorte gibt.

Ein praktischer Rat für den Anfang: Wer zum ersten Mal etwas lokal betreiben will und einen sichtbaren Erfolg braucht, fängt mit Sprache-zu-Text an. Es läuft am ersten Tag, es liefert Ergebnisse, die niemand kleinreden kann, und es hat den geringsten Speicherbedarf. Ein Sprachmodell braucht mehr Geduld.

Das Einbettungsmodell — klein, unauffällig, Voraussetzung für vieles

Ein Einbettungsmodell macht aus Text eine Zahlenreihe, mit der sich Ähnlichkeit berechnen lässt. Es antwortet auf nichts; es ist die Grundlage für eine Suche über eigene Unterlagen. Es ist klein (oft unter einem Gigabyte), schnell — und es lohnt sich, es gleich mit zu holen, wenn Sie später den Kurs wissen durcharbeiten wollen.

Das Aufsetz-Skript aus Station 03 holt ein Einbettungsmodell standardmäßig mit. Wer es nicht will: bash aufsetzen.sh --ohne-einbettung. Was man damit anfängt, steht vollständig im Kurs wissen und nicht hier.
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