Station 01 · Selbst kassieren — oder nicht/Phase 4
Wann Sie diesen Kurs hier verlassen können
Der ausdrückliche Ausstieg. Wer hier aussteigt, hat nichts versäumt — außer Teil III, der auch ohne Bezahlfunktion trägt.
Es ist ein vollständiges Ergebnis dieser Station, keine Bezahlfunktion zu bauen. Das ist keine Notlösung und kein Aufschub, sondern in vielen Fällen die richtige Entscheidung — und sie spart einen Anwendungsteil, der dauerhaft gepflegt, überwacht und verantwortet werden muss.
| Wenn bei Ihnen zutrifft … | … dann ist das Richtige |
|---|---|
| Wir verkaufen an Unternehmen, mit Angebot und Rechnung | Weg 1. Zahlungsziel ist erwartet. Ein Bezahlknopf wirkt hier eher befremdlich |
| Weniger als zwanzig Zahlungen im Monat | Weg 2. Ein Zahlungslink aus der Oberfläche des Anbieters, verschickt per Mail |
| Es gibt keinen Zugang, der sich freischalten müsste | Weg 1 oder 2. Der einzige Grund für die eigene Anbindung fehlt |
| Ein Mensch prüft ohnehin jede Bestellung | Weg 1 oder 2. Der Mensch ist an dieser Stelle schneller als jede Automatik |
| Wir sind nicht sicher, ob das Produkt sich verkauft | Weg 2. Erst verkaufen, dann automatisieren. Nie umgekehrt |
Was Sie trotzdem mitnehmen sollten
Teil III dieses Kurses (Stationen 08 bis 10) gilt unabhängig von Ihrer Entscheidung. Wer auf Rechnung verkauft, hat sogar mehr davon als jeder andere: Der automatische Abgleich zwischen Kontoauszug und offenen Forderungen ist genau die Arbeit, die bei Weg 1 sonst jemand von Hand macht — jeden Morgen, mit dem Onlinebanking in einem Fenster und der Forderungsliste im anderen.
Wenn Sie hier aussteigen: springen Sie zu Station 08.
- Bevor Sie weitergehen — oder aussteigen
SelbstcheckErst überlegen, dann aufklappen — es zählt niemand mit.
1Ein Kollege sagt: „Wir haben zwölf Kunden, alles Firmen, Rechnungen zwischen 2.000 und 20.000 Euro. Wir brauchen eine Bezahlfunktion mit Kreditkarte." Was antworten Sie?
Dass hier alle vier Fragen gegen den Bau ausgehen. Firmenkunden erwarten Rechnung mit Zahlungsziel; bei zwölf Kunden lohnt keine Automatik; es gibt vermutlich keinen Zugang freizuschalten; und Kartenzahlung wäre bei fünfstelligen Beträgen ohnehin ungewöhnlich und teuer — der Prozentsatz fällt auf den vollen Betrag an. Der Nutzen liegt hier ganz woanders: im automatischen Abgleich der Zahlungseingänge, Teil III.
2Warum ist der Verkäufer im eigenen Namen bei Firmenkunden im Inland fast nie richtig?
Weil er Probleme abnimmt, die man nicht hat — Umsatzsteuer in vielen Ländern, Rechnungsformen fremder Rechtsordnungen —, und dafür eines schafft: Die Rechnung an den Geschäftskunden kommt von einer fremden Firma. Das hakt in dessen Beschaffung, weil Rechnung und Lieferant nicht zusammenpassen. Dazu ein Satz, der oft doppelt so hoch ist.
3Was ist der einzige Grund, aus dem sich die eigene Anbindung (Weg 3) wirklich lohnt?
Dass die Anwendung auf die Zahlung reagieren muss, ohne dass ein Mensch etwas tut — ein Zugang schaltet sich frei, eine Bestellung löst aus, ein Abonnement verlängert sich. Alles andere, auch der Komfort für den Kunden, ist mit einem Zahlungslink ebenfalls zu haben. Wer Weg 3 ohne diesen Grund wählt, baut und pflegt eine Meldungsverarbeitung ohne Gegenwert.
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