Was auf iOS wirklich geht
Die Tabelle, die man in eine Besprechung mitnehmen kann. Sie beendet die meisten Diskussionen in beide Richtungen.
Die häufigste Falschaussage im Netz lautet „PWAs können auf iOS alles“. Die zweithäufigste lautet „PWAs gehen auf iOS gar nicht“. Beides ist falsch, und der Unterschied liegt in vier Zeilen.
Die vier Zeilen, auf die es ankommt
Push-Nachrichten gehen — aber nur nach der Installation
Seit iOS 16.4 (März 2023) kann eine Web-App Push-Nachrichten senden. Voraussetzung: Sie liegt auf dem Startbildschirm und der Nutzer hat zugestimmt. Für eine Anwendung, die nur im Browser aufgerufen wird, gibt es keine Push-Nachricht.
Im Hintergrund abgleichen geht nicht
Das ist die härteste Grenze. Was auf Android in Grenzen möglich ist, gibt es auf iOS nicht: Sobald die App zu ist, läuft nichts mehr. Ihr Abgleich muss stattfinden, während der Nutzer hinsieht.
Der Speicher kann geräumt werden
iOS begrenzt den Zwischenspeicher (etwa 50 MB je Anwendung) und räumt ihn auf, wenn die App längere Zeit nicht benutzt wurde — in der Praxis nach einigen Wochen. Es gibt eine Schnittstelle, um dauerhaften Speicher anzufordern; sie setzt allerdings die Zustimmung zu Benachrichtigungen voraus.
Die Kamera geht — als Einzelaufnahme
Ein <input type="file" accept="image/*" capture> öffnet die Kamera und liefert ein Bild. Das genügt für „Foto zum Vorgang“. Was nicht geht: die Kamera im laufenden Betrieb, etwa zum Scannen von Codes über Minuten.