Station 00/Muss es überhaupt öffentlich sein?·Vorschau
Station 00 · Was „läuft“ noch nicht heißt/Phase 3

Muss es überhaupt öffentlich sein?

Drei Zuschnitte. Der erste löst die wenigsten Pflichten aus — und ist häufiger richtig, als man denkt.

Bevor Sie anfangen, die vier Lücken zu schließen, lohnt eine Frage, die den halben Kurs erübrigen kann: Muss diese Anwendung wirklich im offenen Netz stehen?

Drei ZuschnitteA löst die wenigsten Pflichten aus, C die meisten
DREI ZUSCHNITTE — DER ERSTE LÖST DIE WENIGSTEN PFLICHTEN AUSANur im HausErreichbar aus dem Firmennetzoder über einen Zugang von außenImpressum entfälltErklärung intern, kürzerKonten oft schon vorhandenwenigste PflichtenBOffen, aber angemeldetJeder erreicht die Anmeldung,niemand die Anwendung dahinterImpressum nötigErklärung nötigKonten sind der Kernder RegelfallCGanz offenInhalte auch ohne Anmeldungsichtbar — eine Website mit FunktionImpressum nötigErklärung nötigAnalyse und Einwilligungmeiste PflichtenDiese Entscheidung darf gegen „öffentlich“ ausfallen.Für viele Anwendungen im Mittelstand ist A die richtige Antwort — und sie kostet einen Nachmittag statt eines Kurses.

Die Anwendung ist aus dem Firmennetz erreichbar oder über einen Zugang von außen — aber nicht über eine öffentliche Adresse. Wer sie benutzt, arbeitet im Haus und ist namentlich bekannt.

Was entfällt: das Impressum (es richtet sich an die Öffentlichkeit), das Einwilligungsbanner, die Frage nach Registrierung durch Fremde. Was bleibt: die Sicherung, der Monitor, die Rechteprüfung — und eine interne Datenschutzinformation, die kürzer ausfällt, aber nicht entfällt, sobald Beschäftigtendaten verarbeitet werden.

Für viele Anwendungen im Mittelstand ist das die richtige Antwort. Eine Urlaubsplanung, eine Ausleihe, eine interne Auswertung — nichts davon gewinnt dadurch, dass es im offenen Netz steht.

Jeder erreicht die Anmeldeseite, niemand die Anwendung dahinter. Das ist der Regelfall für Kundenportale, Mitgliederbereiche und alles, was für Menschen außerhalb des Hauses gedacht ist.

Was nötig wird: Impressum und Erklärung auf der öffentlichen Seite, Konten mit allem, was dazugehört (Station 02), und die Entscheidung, ob sich jemand selbst registrieren darf oder ob Sie Konten anlegen.

Inhalte sind auch ohne Anmeldung sichtbar — eine Website mit Funktion. Hier kommt alles zusammen: Impressum, Erklärung, die Frage nach der Analyse und damit nach dem Einwilligungsbanner.

Die zusätzliche Frage: Was genau soll ohne Anmeldung sichtbar sein? Meist ist es weniger, als die erste Fassung zeigt — und jede Seite, die hinter die Anmeldung wandert, macht die öffentliche Hälfte kleiner und die Prüfung einfacher.

  • Diese Phase endet mit einer Entscheidung
Die Entscheidung darf gegen „öffentlich“ ausfallen. Dann kostet Sie dieser Kurs einen Nachmittag statt eines Tages: Station 01, 04 und 05 gelten weiterhin, Station 03 fällt weitgehend weg.
WarumWarum die Frage so selten gestellt wird

Weil „öffentlich“ die Voreinstellung ist, sobald etwas in einem Rechenzentrum läuft. Coolify vergibt eine Adresse, Traefik holt ein Zertifikat, und ab diesem Moment ist die Anwendung im Netz — nicht, weil jemand das entschieden hätte, sondern weil niemand das Gegenteil entschieden hat.

Die Frage kostet fünf Minuten und kann vier Wochen Arbeit ersparen. Sie kommt in der Praxis trotzdem nicht vor, weil sie zu einem Zeitpunkt gestellt werden müsste, an dem alle mit dem Bauen beschäftigt sind.

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