Station 00 · Wann ein Wissenssystem — und wann nicht/Phase 2
Die drei Bedingungen
Aus Kurs 4 unverändert übernommen: die Grenze, an der dieser Kurs anfängt. Alle drei müssen zutreffen — sonst ist „lesen und suchen lassen" die bessere Antwort.
Ob ein Wissenssystem das Richtige ist, hängt nicht am Werkzeug und nicht am Modell, sondern an drei Eigenschaften des Wissens selbst. Sie stehen wortgleich in Kurs 4 (ki-werkzeug, Station 06) und gelten hier unverändert.
Warum jede einzelne notwendig ist
| Bedingung | Was passiert, wenn sie fehlt |
|---|---|
| Außerhalb des Arbeitsordners | Ein Werkzeug, das lesen und suchen kann, findet die Datei ganz, in der jetzigen Fassung, mit ihrem Zusammenhang. Ein Wissenssystem liefert Ausschnitte, die eine Suche für ähnlich gehalten hat. Über dieselben Dateien ist es die schlechtere Auskunft — und kostet Wochen. |
| So viel, dass niemand es überblickt | Bei zwanzig Dokumenten ist der Mensch schneller, genauer und billiger. Ein System lohnt erst, wo Lesen keine Option mehr ist — und die Grenze liegt höher, als es sich anfühlt. |
| Jede Antwort braucht eine Belegstelle | Ohne diese Anforderung genügt eine Suchmaske über die Ablage. Der ganze Aufwand von Station 03 bis 05 dient allein dem Satz „das steht in Dokument X, Seite 4". |
Die häufigste Fehlinvestition in diesem Feld ist ein Wissenssystem über Unterlagen, die ohnehin im Projektordner liegen. Es kostet Wochen, wirkt in der Vorführung beeindruckend und liefert schlechtere Antworten als der Zustand davor.
- Prüfen Sie es an Ihrem Fall — alle drei Kästchen oder keines
Zwei von drei sind kein Ergebnis. Wenn Sie hier nicht alle drei setzen können, ist die Antwort dieses Kurses: nicht bauen. Gehen Sie trotzdem Station 01 durch — sie hilft in jedem Fall.
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