Der Beispielagent: „Beleg“
Die ganze Strecke wird an einem einzigen, absichtlich kleinen Agenten durchgespielt. Hier steht, was er tut — damit Sie später wissen, was Sie da bauen.
Wer hat welchen Beleg geschickt, worüber, mit welchem Betrag — und ist das plausibel? Mehr macht Beleg nicht. Ein Eingangsordner, fünf Werkzeuge, zwei Ausgänge. Er will nicht nützlich sein; er will jede Regel dieses Kurses einmal sichtbar machen.
Lesen
Er holt sich die Liste der neuen Dateien und liest eine nach der anderen als Text.
Einordnen
Sechs Felder: Datum, Lieferant, Netto, Steuer, Brutto, Datei. Kennt er den Lieferanten nicht, sieht er erst in der Lieferantenliste nach, statt zu raten.
Ablegen — oder vorlegen
Sind alle sechs Felder sicher und passt die Steuer zu Netto und Brutto, legt er ab. Sonst legt er den Fall einem Menschen vor, mit Angabe des Grundes. Beides gilt als erledigt — Vorlegen ist kein Scheitern.
So sieht ein echter Lauf im Protokoll aus. Achten Sie auf die Zeilen, die mit überlegt beginnen:
Er enthält alles, was ein Agentensystem ausmacht, und nichts darüber hinaus: lesende und schreibende Werkzeuge, eine Freigabegrenze (er darf nicht buchen), ein Gedächtnis (die Lieferantenliste), ein Protokoll, Deckel und Testfälle mit bekannter Antwort.
Alles, was Sie später bauen, hat dieselben Bausteine — nur mehr davon.