Station 01/Wohin: nie auf denselben Server·Vorschau
Station 01 · Sichern: was, wohin, wie oft/Phase 2

Wohin: nie auf denselben Server

Der eine Satz, der über Sicherungsorte entscheidet — und der Weg über ein S3-Ziel außer Haus.

Wohin — und wohin nichtDie Prüffrage ist immer dieselbe
WOHIN — UND WOHIN NICHTIhr Serverdrei Anwendungeneine DatenbankSicherung danebenstirbt mit dem ServerS3 außer HausBackblaze B2, verschlüsseltDie Regel in einem SatzEine Sicherung, die dasselbeSchicksal teilt wie das Original,ist keine Sicherung.Dasselbe Schicksal haben:derselbe Server · dasselbe Konto ·dasselbe Rechenzentrum · derselbe SchlüsselAuch der Schlüssel gehört hinaus.Eine verschlüsselte Sicherung außer Haus und der Schlüssel dazu auf dem Server, der gerade brennt — das ist Station 03.

Einrichten: ein S3-Ziel außerhalb des Servers

Als Ziel nutzen wir Backblaze B2: anbieterunabhängig, günstig, und es ist gleichgültig, ob der Server bei Hetzner oder anderswo steht. Andere S3-fähige Anbieter gehen genauso — der Weg ist derselbe.

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Einen Bucket anlegen — privat

Bei Backblaze einen Bucket erzeugen und ihn nicht öffentlich stellen. Der Name darf schlicht sein, er taucht später in der Coolify-Konfiguration wieder auf.

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Einen Application Key erzeugen, der zu diesem Bucket gehört

Nicht den Master-Key nehmen — der funktioniert mit der S3-kompatiblen Schnittstelle nicht. Zugriffsart „Read and Write“.

Backblaze zeigt keyID und applicationKey genau einmal. Sofort ins Tresorfach kopieren, nicht in eine Notiz „bis nachher“.
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Den Endpunkt notieren

Steht in der Bucket-Übersicht, etwa https://s3.eu-central-003.backblazeb2.com. Er gehört ins Betriebsbuch — im Ernstfall sucht ihn sonst jemand unter Zeitdruck.

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In Coolify eintragen

Server → Storages (bzw. Destinations) → Add S3 Storage: Name, Endpunkt, Region (Voreinstellung stehen lassen, sofern Backblaze nichts anderes vorgibt), Bucket, Access Key = keyID, Secret Key = applicationKey.

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Beim Postgres-Dienst den Zeitplan setzen

Unter Backups einen Zeitplan anlegen und dieses S3-Ziel auswählen. Täglich genügt — warum, steht in der nächsten Phase.

Damit ist die Hälfte getan, nicht die Sache. Die Sicherung liegt jetzt außer Haus und ist verschlüsselt — der Schlüssel dazu liegt weiterhin auf dem Server, der ausfallen könnte. Das ist Station 03, und ohne sie ist dieser Schritt unvollständig.
WarumWas „dasselbe Schicksal“ konkret heißt

Die Regel „nie auf denselben Server“ wird meistens verstanden als „nicht auf dieselbe Festplatte“. Sie geht weiter. Dasselbe Schicksal teilen:

  • Derselbe Server — offensichtlich.
  • Dasselbe Konto. Wird ein Anbieterkonto gesperrt, etwa wegen einer nicht gezahlten Rechnung oder eines Missbrauchsverdachts, sind Server und Sicherung gleichzeitig nicht erreichbar.
  • Dieselbe Anmeldung. Wer sich Zugang zu Ihrem Konto verschafft, erreicht auch das Sicherungsziel darin — und kann es löschen. Deshalb ein eigener Schlüssel je Bucket, nicht der Master-Key.
  • Derselbe Schlüssel. Eine verschlüsselte Sicherung, deren Schlüssel nur auf dem gesicherten Server liegt, ist im Ernstfall eine große Zufallsdatei.

Die vierte Zeile ist die, die in der Praxis zuschlägt, und sie hat einen eigenen Namen bekommen: Notfallumschlag.

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